Les Suppliantes
TheaterNach Vêtir ceux qui sont nus (Die Nackten kleiden) im Jahr 18/19 kehrt der Regisseur Charles Tordjman mit einer Tragödie von Aischylos, Les Suppliantes (Die Bittstellerinnen), in die Théâtres de la Ville zurück.
Die um 465 v. Chr. verfasste Tragödie „Die Bittstellerinnen“ erzählt vom Schicksal der fünfzig Töchter des Danaos, die sich weigern, ihre Cousins, die fünfzig Söhne ihres Onkels Egyptos, zu heiraten. Um dieser Verbindung zu entkommen, fliehen sie nach Argos, wo sie den König um Asyl und Schutz bitten. Dieser zögert zunächst, willigt aber schließlich ein. Ein Herold der Söhne des Egyptos kommt und verlangt ihre Rückkehr, doch sie weigern sich. Der König von Argos schickt den Herold zurück. Eine Kriegsdrohung zeichnet sich am Horizont ab. Ein Text, der in unserer Gegenwart wiederauflebt, insbesondere in derjenigen der Exilanten und Asylsuchenden, die vor der Brutalität anderer Länder fliehen. Umgeben unter anderem von den luxemburgischen Schauspielern Eugénie Anselin und Raoul Schlechter sowie der italienischen Sängerin Germana Mastropasqua beschließt Charles Tordjman, die mehrstimmigen Gesänge des Chores der fünfzig jungen Frauen im Exil durch eine Reihe von Fernsehern und Videos erklingen zu lassen, als würde er durch die Tiefe der Zeit selbst hindurchsprechen. Ein auf sein Wesentliches reduziertes, kraftvoll archaisches Theater, das die richtigen Worte gegen die Grausamkeiten dieser Welt findet, das in der Lage ist, zu klagen, zu trösten und sogar Unrecht wiedergutzumachen.
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